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Interessante Themen

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Rubrik Zahnärzte und Mediziner
1.)
Fester
Biss dank Bits und Laser - Dentalmarkt im Umbruch
Der weltweite Dentalmarkt ist in Bewegung. Die Herstellung von
Zahnersatz bleibt auch künftig ein Milliardengeschäft, aber es zeichnet
sich eine neue Entwicklung ab, die massive Auswirkungen auf die gesamte
Branche haben könnte: Die automatisierte Herstellung von Zahnersatz. In
Deutschland – wie auch im restlichen Europa und den USA – etablieren
sich Fertigungszentren, die sich auf die automatisierte Produktion von
Zahnersatz in hohen Stückzahlen spezialisiert haben. Sie liefern
tagtäglich Hunderte von Brücken und Kronen an Zahntechniklabore und
Zahnärzte und entlasten diese vor allem in Spitzenzeiten. Immer mehr
Fertigungszentren setzen dabei auf ein Verfahren aus Deutschland, das an
Präzision, Schnelligkeit und Kosteneffizienz kaum zu überbieten ist: Die
Laser-Sinter-Technologie der Firma EOS bei München, auch e Manufacturing
genannt. Laser-Sintern ermöglicht jedoch nicht nur dem produzierenden
Gewerbe in Zukunft ein lukratives Milliardengeschäft, auch die Patienten
könnten mittelfristig von der automatisierten Herstellung profitieren –
durch qualitativ hochwertigen Zahnersatz, der schneller und günstiger
gefertigt wird als es bislang möglich war.
2.)
Innovationsmotor Deutschland
„Wir beobachten im Moment zwei scheinbar entgegengesetzte Entwicklungen
auf dem globalen Dentalmarkt“, erklärt Martin Bullemer, Key Account
Manager Medical bei EOS. „Einerseits den Trend zur automatisierten
Fertigung per e-Manufacturing in den westlichen Industriestaaten und
andererseits die manuelle Massenfertigung von Brücken und Kronen in
Billiglohnländern wie China. Mit unserer neuartigen Fertigungsmethode
bieten wir den Labors nicht nur das Potenzial, schneller und
kostengünstiger zu fertigen, sondern stärken auch die Standorte in
Europa und den USA. e Manufacturing bietet zudem einen höheren
Qualitätsstandard – bei gleich niedrigen Kosten pro Einheit wie in
China. So holen wir die Fertigung zurück nach Deutschland.“
Outsourcing kurbelt den Markt an
In Deutschland wird Zahnersatz aus der seit über 75 Jahren bewährten
Metalllegierung Kobaltchrom zunehmend per Laser-Sinter-Verfahren in
speziellen Fertigungszentren produziert. Sirona Dental Systems, einer
der führenden Konzerne auf dem deutschen Dentalmarkt, betreibt ein
solches Fertigungszentrum für Zahnersatz in Bensheim. Dort werden
täglich Hunderte von Zahnkronen und Brückengerüsten mit der
Laser-Sinter-Technologie von EOS gefertigt und an deutsche
Zahntechniklabore ausgeliefert, wo sie anschließend verblendet und
ästhetisch aufgewertet werden. Ein ganz ähnliches Konzept verfolgt das
im Herbst 2007 gegründete Fertigungslabor Suntech in Düsseldorf, das zu
der internationalen Sun Dental-Gruppe gehört. Es nutzt ebenfalls die
EOS-Technologie und beliefert bereits heute 300 Dentallabore in
Deutschland. Bis 2010 hat sich Suntech das ehrgeizige Ziel gesetzt,
allein in Deutschland 2.000 Dentallabore und Zahnarztpraxen mit Brücken
und Kronen zu beliefern.
Hochwertiger Zahnersatz von der Stange
Bislang wurde Zahnersatz aus Metall per Gusstechnik hergestellt. Mit der
konventionellen Gussmethode kann ein Zahntechniker durchschnittlich 10
Zahnkronen pro Tag produzieren. Die Laser-Sinter-Technologie ist dieser
Fertigungsmethode deutlich überlegen: So produziert eine
Laser-Sinter-Anlage bis zu 500 Gerüste für Zahnkronen vollautomatisiert
in 24 Stunden bei gleich bleibend hoher Fertigungsqualität. Die
Zeitersparnis und der wirtschaftliche Vorteil für die Dentallabore sind
enorm. Und die Zahntechniker profitieren von dieser Entwicklung. Sie
werden von dem „schmutzigen“ Teil ihrer Arbeit mit dem Gussrohling
befreit und können sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren. Dazu
gehört, das metallene Gerüst des Zahnersatzes nachzubehandeln,
ästhetisch aufzuwerten und mit Keramik zu verblenden.
Der Dentalmarkt ist nur einer von vielen Märkten, wo die Produktion
direkt ab elektronischen Daten mittels e-Manufacturing auf dem Vormarsch
ist. Überall dort, wo Fertigung nach individuellen Maßgaben gefragt ist,
setzt sich die Laser-Sinter-Technologie von EOS durch. So auch bei der
Herstellung von Implantaten, Werkzeugen, Industriekomponenten,
Ersatzteilen oder Designartikeln.
Rubrik Zahnärzte und Mediziner
Fragen und Antworten zur Zahntechnik
3.)
Nanomedizin: Winzlinge transportieren Wirkstoffe
Die Nanomedizin ist prinzipiell in der Lage, einige Probleme der
modernen Pharmakologie zu lösen: Wie bringt man etwa eine Arznei, die
inhaliert werden soll, in den Körper, ohne dass sie an der
Lungenoberfläche hängen bleibt? Wie kommt ein Molekül Erbsubstanz bei
einer Gentherapie dorthin, wo es hin soll, und nur dort hin? Wie lassen
sich sehr wirksame Bestandteile des Immunsystems gezielt als Medikamente
nutzen, ohne dass andere Körperfunktionen beeinträchtigt werden?
Nanopartikel könnten hier Abhilfe schaffen: Sie sind klein und kommen
fast überall hin. Dabei können sie therapeutische Substanzen mitnehmen.
Damit sich Nanopartikel jedoch für medizinische Zwecke eignen, ist eine
Eigenschaft ganz wichtig: Sie müssen sich gezielt in den kranken Organen
und Geweben anreichern. Ist ein solches Trägerpartikel im Nanomaßstab
gefunden, können Ärzte es mit einem Arzneimittel koppeln. Dadurch wird
der Wirkstoff gezielt dorthin gebracht, wo er benötigt wird, erläutert
Professor Claus- Michael Lehr vom Institut für Biopharmazie und
Pharmazeutische Technologie an der Universität des Saarlands. Kandidaten
sind Kunststoffe und Gold als Trägersubstanz.
So koppeln Lemor und seine Kollegen in dem EU-geförderten Projekt
"Adonis" die winzigen Goldmoleküle an Antikörper, die gegen das
Prostata-spezifische Antigen (PSA) gerichtet sind. "Das ist eine
wichtige Struktur beim Prostatakrebs. Das Gold reichert sich mithilfe
der Antikörper in dem Tumorgewebe an, aber nicht in angrenzendem,
gesundem Gewebe", erläutert Lemor.
Am Fraunhofer-Institut ist man im Augenblick vor allem daran
interessiert, das Gold als Kontrastmittel für Ultraschalluntersuchungen
der Prostata zu nutzen. Mit einem Laserimpuls wird das im Prostata-Tumor
angereicherte Gold kurz und dezent erhitzt. Dabei entsteht eine
Druckwelle, die mit dem Ultraschallkopf nachgewiesen werden kann. Mit
speziellen Geräten lassen sich dabei hoch aufgelöste Ultraschallbilder
des Tumorgewebes erzeugen.
Nanomedizin
"Ein interessanter Aspekt der Nanomedizin besteht darin, dass
Nanopartikel nach der Diagnose auch zur Therapie genutzt werden können,
wenn sie einmal am Ort sind", so Lemor. An seinen Goldpartikeln lässt
sich das gut illustrieren: Nach der Ultraschalldiagnostik könnten die
Goldpartikel mit weiteren, stärkeren Laserimpulsen beschossen werden.
Die dadurch entstehende Hitze würde das umliegende Tumorgewebe schädigen
und könnte den Krebs auf diese Weise zurückdrängen.
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